Perlenträume aus Glas

aktualisiert am 15.04.2015

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Immer auf der Suche nach etwas Neuem, habe ich viele kunsthandwerkliche Stadien durchlebt; angefangen mit filzen, töpfern, malen und Tiffany um nur einige zu nennen.

Durch die Arbeit mit Tiffany Glas bin ich eher zufällig im März 2004 auf das Perlenwickeln gestossen und sogleich vom Virus „Glasperlen“ befallen worden.

Durch viele Bücher, Internet und andere Gleichgesinnte habe ich mir dieses „Alte Kunsthandwerk“ selber beigebracht.

Meine Stärke ist die Vielfalt und Wandelbarkeit meiner Perlen und Schmuckstücke. Durch die Anwendung verschiedenster Materialien (z.B. Gold, Silber, Kupfer, CZ und vieles mehr)  und Techniken werden meine Perlen so Einzigartig. Denn nur so entsteht eine Weiterentwicklung um die unendlichen Möglichkeiten des Glases voll ausschöpfen zu können!

Mittlerweile bin ich selbständig und gebe auch Kurse in meinem Atelier in Wintersingen/BL, sowie im In- und Ausland.

Jede Perle wird einzeln und mit viel Hingabe am 2-Gas-Brenner hergestellt. Die Glasstangen werden bei ca. 1200 Grad geschmolzen und um einen Edelstahldraht, der vorher mit Trennmittel überzogen wurde, gewickelt. Daher auch der Ausdruck "Perlenwickeln". Es gibt die verschiedensten Techniken um eine Perle zu dekorieren, aber einzelne Muster können auch ganz zufällig entstehen. Im Laufe des Prozesses bahnt sich das Glas seinen eigenen Weg, und das macht jede Perle so Einzigartig!

Viele äussere Einflüsse, sei es die Natur oder auch z.B. die Mode geben mir die Inspiration neue Kreationen auszuprobieren.

Das Glas wirkt auf mich mystisch und die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt!

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Ausstellungen

2005 - Kulturforum Sprützehüsli, Oberwil/BL

           Creaktiv Messe, Zürich

2006 - TABOO Damenmode, Oberwil/BL

            Simply Beautiful, Alte Ziegelei, Oberwil/BL

2007 - Gewölbekeller.ch, Gipf-Oberfrick

2008 - Gewölbekeller.ch, Gipf-Oberfrick

2009 - Kulturforum Sprützehüsli, Oberwil/BL

2009 - TempestGlassBeadExhibition.org,  Wanderausstellung; Schweiz, Frankreich, Portugal , USA

2010 - obere Fabrik, Sissach/BL

2011 - Bürgerschüre, Aesch/BL

         - obere Fabrik, Sissach/BL

2012 - Weihnachtsausstellung obere Fabrik, Sissach

2013 - Weihnachtsausstellung obere Fabrik, Sissach

2014 - Kunstmarkt im Sprützehüsli, Oberwil/BL

 

Publikationen

Tempest Glass Bead Exhibition (Katalog, Wanderausstellung 2008)

Glas...Perlen...eigenART  Perlenbildband, Europäische Glasperlenstudios (2008)

Vorsicht! Glas! (verschiedenste Perlenphotos)

Beading Times (Interview 2009)

Soda Lime Times (Oct.12)

"Glasss3" Book of Lampworkers (2013)

"1000 Beads" (Lark Books 2014)

"Glasss4" Book of Lampworkers (2015)

 

 

 

 

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Die Geschichte des Glases

Das erste von Menschen hergestellte Glas (Glasperlen), wurde schon 4000 v. Chr. in Ägypten produziert.

Die alten Ägypter stellten grosse Mengen und verschiedene Arten von Perlen her. Die frühesten Glasobjekte waren Raritäten und ausschliesslich den Königen vorbehalten.

Hier einige wenige geschichtliche Angaben: 

3000 v Chr. vermutliche Verwendung von Glas als unabhängigem Werkstoff in Mesopotamien. Herstellung der Glasform über einen Tonkern.

1500 v. Ch. erste Gefässe in Ägypten nachgewiesen. 

1480 v. Chr. wahrscheinlich erstes Auftauchen von Farbglas (Tuthmosis III).

Asiatische Glasmacher wurden angesiedelt.

1200 v Ch. Niedergang der Glastechnik in Ägypten, Mesopotamien. 

9 Jh. v. Ch. bilden sich an der  Syrischen Küste und in Mesopotamien neue Zentren der Glastechnik.

7 Jh. v. Ch. entstehen in Zypern und Rhodos eine unabhängige Glasindustrie. 

668-626 v. Chr. Das älteste Glasrezept enthält die Tontafelbibliothek des assyrischen Königs Ashurbanipal.

Da heißt es;  „Nimm 60 Teile Sand, 180 Teile Asche aus Meerespflanzen, 5 Teile Kreide und Du erhältst Glas". Dieses Rezept hat im wesentlichen bis heute Gültigkeit. Das Glas wurde von den Phöniziern gehandelt und fand somit seine Verbreitung im gesamten Mittelmeerraum. 

Im Mittelalter wurde die Glasherstellung in Europa stark kontrolliert.

Wer nicht aus einer Glasmacherfamilie stammte, konnte so gut wie nichts über dieses Handwerk erfahren.

Venedig wurde in der Renaissance zum Zentrum der Glas- und Perlenherstellung für die ganze Welt.  

1291 wurden die Glashütten von Venedig nach Murano verlegt.

Die Kunsthandwerker lebten dort völlig isoliert und konnten so die Geheimnisse der Glasherstellung bewahren.

Erst zu Beginn des 17. Jh. wurden Bücher zu diesem Thema veröffentlicht.

1612 schrieb der Glasmacher Antonio Neri aus Florenz L’Arte Vetraria (Die Kunst des Glases) das über 200 Jahre lang die Quelle für die Herstellung feinstem Glases war.

Jahrhundertlang konnte Venedig seine überlegene Stellung aufrechterhalten, dennoch wurden in Deutschland, Holland und anderen europäischen Ländern, ebenfalls Glasperlen hergestellt.

In grossen Mengen wurden sie von Handelsschiffen in jeden Kontinent gebracht.

Die in der Herstellung preiswerten Perlen dienten während der Reise als Ballast und am Zielort als wertvolle Währung. 

Die Glasperlenherstellung wurde in den 60ern von einigen wenigen Künstlern wiederentdeckt und erlebt seit den letzten Jahren einen gewaltigen Boom.

Vorwiegend in Amerika aber auch zunehmend in Europa.

Während dieser Zeit avancierte die Glasperle mit simplem Design zu waren Kunst- und Liebhaberobjekten.

 

 

 

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